Zucht
Grundlegendes zu Verpaarungen & CO


Allgemeines
Die Weibchen sind alle 16-18 Tage für 24 Stunden aufnahmebereit (brünstig), zu dieser Zeit lässt sich das Weibchen ohne Abwehren Besteigen, falls sie nicht in der Brunst ist, wehrt es den Bock eventuell mit Urinspritzern ab. Vom Deckakt an nimmt das Weibchen Woche für Woche immer mehr zu. Wieviel es bei der Geburt wiegt, hängt allerdings vom Ursprungsgewicht des Weibchens ab.

Die Tragzeit beträgt im Durchschnitt 68 Tage, mal mehr, mal weniger. Der Bock sollte bei der Geburt nicht dabei sein, da das Weibchen direkt nach der Geburt wieder in der Brunst und damit aufnahmefähig ist, was jedoch unbedingt vermieden werden sollte. Andere Weibchen kann man allerdings problemlos im selben Stall lassen, und auch Kastraten sind im Normalfall sehr liebevoll zum Nachwuchs und stören die werdende Mama auch nicht bei der Geburt. Falls der Tag der Geburt gekommen ist, kann man beobachten, dass das Weibchen sehr unruhig wird. Tage vorher schläft und r ht es sehr viel.

Gerade an diesen Tagen sollte man sie nicht mehr so viel herumtragen, um die Kleinen im Bauch nicht zu schädigen. Die Geburtsvorbereitungen sehen so aus, dass das Tier sich eine Stelle sucht, wo es ihren Nachwuchs gebären möchte, dort ,,baut" es sich eine kleine Mulde. Sobald die ersten Wehen einsetzen, verkrampft sie ihren ganzen Körper und presst, wenn das erste Baby kommt, frisst es schnell die Eihaut auf, sofort kündigt sich das eventuell nächste Jungtier an und sie presst erneut. Wenn sie alle Jungen auf die Welt gebracht hat, frisst sie anschließend noch die Nachgeburt auf. Wenn das Weibchen beispielsweise nicht in der Lage ist, schnell genug die Eihaut aufzufressen, kann es passieren, dass das Jungtier erstickt, deshalb sollte man dafür sorgen, dass die Mutter vor allem bei der Geburt wohlauf und fit ist.

Geschlechtsreife
Böckchen werden zwischen 40 und 60 Tagen geschlechtsreif, das Trennen von der Mutter wird oft jedoch am Gewicht oder am Verhalten des Tieres festgelegt. Sobald ein Böckchen vor den 40 Tagen schon beginnt zu brommseln oder versucht, die Mutter zu decken, sollte es umgehend von der Mutter und den eventuell weiblichen Geschwistern getrennt werden

Weibchen erreichen zwischen 28- und 35 Tagen die Geschlechtsreife. In dem Fall ist das Trennen von der Mutter nicht nötig. Sollte man jedoch erwägen, die Tiere zu vermitteln, dann bitte erst ab einem Geburtsgewicht von 300-350 Gramm. Das Selbe gilt für Böckchen.

Wichtig: Dalmatiner- und Schimmelzucht
Dalmatiner- und Schimmel besitzen den sogenannten Letalfaktor (lat. letal=tödlich). Im weitesten Sinne handelt es sich dabei um einen Gendefekt, die bei jedem Schimmel- und Dalmatiner vorhanden sind. Bei Koppelung des Gens (Verpaarung zweier solcher Tiere), entstehen missgebildete oder nicht lebensfähige Jungtiere. Oft bedeutet dies auch eine Lebensgefahr für das Muttertier. Daher wird davon abgeraten, sich an die Dalmatiner- und Schimmelzucht heranzuwagen, ohne sich vorher weitestgehend darüber informiert zu haben. Laut berechtiger Vorgaben des Tierschutzgesetzes ist es ausdrücklich untersagt, Qualzuchten zu betreiben und dies wäre eindeutig ein Fall. Es sind bei dieser Zucht diverse Regeln einzuhalten. Daher sollten folgende Tiere niemals verpaart werden:

Schimmel mit Schimmel

Dalmatiner mit Dalmatiner

Schimmel mit Dalmatiner

Daher sollten Dalmatiner bzw. Schimmel lediglich mit enfarbigen Tieren verpaart werden, um dieses vorhandene Gen nicht zu koppeln. Jungtiere, die aus einer solchen Verpaarung stammen und nur ein weißes Haar im Fell aufweisen, können bereits ein Schimmel- oder Dalmatiner sein. Daher das Fell bitte immer vor Einsetzen in der Zucht genauestens prüfen und gegebenenfalls ein Tier zu wenig als zu viel mit in die Zucht nehmen.


Zurück